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January 13, 2020

Schluss mit trockener Haut! Wir zeigen Dir wie.

Deine Haut spannt, ist schuppig oder rissig? Fühlt sich rau an? Dann ist sie wahrscheinlich dehydriert und braucht eine ordentliche Portion Feuchtigkeit.

Ein ausgewogener Feuchtigkeitsgehalt in Deiner Haut hält diese geschmeidig und frisch, und schafft die besten Voraussetzungen für die Regeneration. Der Wassergehalt Deiner Haut wird am stärksten durch äußere klimatische Bedingungen oder chemische Beanspruchung beeinflusst. Die für Trockenheit empfindlichsten Körperbereiche sind auch diejenigen, die am stärksten der externen Umwelt, insbesondere der Sonne, ausgesetzt sind.

 

Was sind die häufigsten externen Stressfaktoren, die zu einer trockenen Haut führen?

– starke Emulgatoren wie Natriumlaurylsulfat, SLS (z.B. in Reinigungsmitteln)

– niedrige relative Luftfeuchtigkeit (< 10 %, z.B. klimatisierte Umgebung)

– abrupte Wechsel zwischen niedriger und hoher relativer Luftfeuchtigkeit

– übermäßige UV-Exposition

– „falsche“ Hautpflege

– Verwendung von synthetischen Ölen

– Stress (u.a. emotionaler und mentaler)

 

Biologie der obersten Hautschicht: Das Ziegelstein-Mörtel-Modell

Die Haut ist absolut faszinierend! Da sie ständig dem transepidermalen Wasserverlust (TEWL; Verdunstung an der Grenzfläche zwischen Haut und Luft) ausgesetzt ist, hat die Natur einen besonderen Mechanismus entwickelt, um die Wasserverdunstung zu miminieren. Die äußerste Hautschicht, das Stratum corneum, hat einen sehr spezifischen Aufbau, der mittels des Ziegelstein-Mörtel-Modells vereinfacht beschrieben wird. Diese Schicht besteht aus dicht gepackten, robusten, toten Hautzellen (Hornzellen/Corneozyten), die den Ziegelsteinen entsprechen. Die Ziegel sind in eine wasserabweisende „Mörtelmasse“ aus Ceramiden, Cholesterin und Fettsäuren (= hauteigene Lipide) eingebettet. Diese Ziegelstein- Mörtel-Struktur ist äußerst kompakt und stellt eine wirksame Barriere dar, um unser Körperinneres vor Wasserverlust und dem Eindringen von Schad- und Giftstoffen und Keimen zu schützen.

 

 

Der natürliche Feuchthaltefaktor (NMF)

In den letzten Jahren haben mehr und mehr Marken NMF in ihre Formulierungen aufgenommen und werben mit deren intensiv feuchtigkeitsspendenden Wirkung für dehydrierte und trockene Haut.

Aber was sind denn nun NMF?

NMF sind natürliche Feuchthaltefaktoren, abgeleitet aus dem englischen Natural Moisturizing Factors. Es sind also mehrere Faktoren, nicht nur einer. Du findest natürliche Feuchthaltefaktoren vor allem innerhalb der Hornzellen des Stratum corneum (siehe Abb.)

Diese natürlichen Feuchthaltefaktoren bestehen hauptsächlich aus Aminosäuren und Natrium PCA (Natrium-Pyrrolidoncarbonsäure), Milchsäure und anderen kleinen, löslichen Molekülen. Zusammen machen sie etwa 20-30 % des Trockengewichts des Stratum corneum aus – nur um Dir eine Zahl zu nennen, die deren Bedeutung verdeutlicht.

Bestandteile des NMF Prozent (%)
Aminosäuren 40
Natrium-Pyrrolidoncarbonsäure 12
Milchsäure 12
Harnstoff 7
Mineralien (e.g., Cl−, Na+, K+, Ca2+, Mg2+, PO43−) 18.5
Zuckermoleküle 8.5
Ammoniak, Glucosamin, Kreatin 1.5
Citronensäure und Ameisensäure 0.5

 

Weitere wesentliche Feuchthaltefaktoren, die oben nicht aufgelistet sind und ebenfalls im Stratum corneum vorkommen, sind Glycerin und Hyaluronsäure.

Diese natürlichen Feuchthaltemittel ziehen intensiv Wasser an und halten es im Stratum corneum, um Volumen, mechanische Stabilität und Geschmeidigkeit zu erzielen und ein optimales Milieu für den Hautstoffwechsel zu schaffen.

 

Zusammengefasst: NMF sind für die Wasseranreicherung verantwortlich und wasserabweisende Lipide (Mörtel) sorgen dafür, dass weniger Wasser aus der Haut in die Atmosphäre verdunstet. So wirken NMF und die Ziegelstein-Mörtel-Struktur zusammen, um den Wassergehalt in Deiner Haut optimal zu regulieren!

 

Was tun?

Da wir nun die Biologie der Haut etwas kennengelernt haben, wissen wir recht gut, wie wir trockene Haut am besten behandeln sollen.

Zunächst gehen wir auf Praktiken ein, die die Hautbarrierefunktion unterstützen:

1) Vermeide eine häufige Reinigung mit aggressiven Emulgatoren

Die Reinigung ist eine der Hauptursachen für trockene Haut. Häufiger Wasserkontakt spült bereits lösliche NMF aus. Kommt noch ein Reinigungsmittel mit einem starken Emulgator hinzu, schwächt das die Barrierefunktion und erhöht die Trockenheit erheblich:

– aggressive Emulgatoren wie waschen Proteine, Aminosäuren, Lipide und andere lösliche Bestandteile aus (z.B. Natriumlaurylsulfat)

– Reinigungsmittel mit einem basischen pH-Wert (zwischen 8-10) verändern den natürlichen pH-Wert der Haut (ca. 5,5). Der Säuremantel geht verloren. Dies führt wiederum zu einer veränderten Mikroflora und einer geschwächten Lipidbarriere.

2) Vermeide eine übermäßige UV-Belastung

3) Vermeide synthetische Öle wie Mineralöl, Silikone oder Paraffine (mehr über die langfristig ungünstigen Auswirkungen von synthetischen Ölen auf die Barrierefunktion folgt in den kommenden Posts!)

4) Wende Entspannungs- und Meditationspraktiken an, um zu entstressen

 

Nun kommen wir auf die Wirkstoffe zu sprechen, die langanhaltend Feuchtigkeit spenden.

Dafür müssen wir uns eigentlich nur die natürliche Biologie der Haut anschauen und diese nachahmen: Das bedeutet mit natürlichen Komponenten wie NMF und Hyaluronsäure die Feuchtigkeit in der Haut anreichern und die Lipidbildung stärken, um den Mörtel zwischen den Zellen zu verdichten und somit die Verdunstung zu minimieren.

NMF
NMF wie die essentielle Aminosäure Natrium-PCA, sind ganz klar unverzichtbar. Studien haben gezeigt, dass ein genetisch bedingter Mangel an speziellen NMF-Vorstufen oft zu trockenen Hautzuständen wie z.B. Neurodermitis (Ekzem) führt. Eine weitere prominente Aminosäure des NMF ist Serin. Auch Milchsäure ist ein NMF und sehr beliebter Bestandteil von Seren für trockene Haut.

Polysaccharide
Vielleicht hast Du noch nie von dieser Wirkstoffgruppe gehört, aber wir sind uns absolut sicher, dass Du mindestens einen Vertreter dieser Substanzgruppe sehr gut kennst: Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist stark wasserliebend. Sie ist im menschlichen Körper allgegenwärtig: in unseren Gelenken, in der Haut, im Glaskörper des Auges.
Verwöhne Deine Haut also mit diesem wunderbaren, natürlichen Polysaccharid. Eine Prise des trockenen Pulvers kann bis zu 1 Liter Wasser binden – es hat also eine ungeheure Wasserbindungskraft und verleiht Deiner Haut langanhaltend Frische und Geschmeidigkeit wie kaum ein anderes.

Niacinamid (Vitamin B3) ist ein echter Powerwirkstoff für trockene Haut, aber auch für andere Hautzustände wie unreine, durch Sonnenlicht gealterte oder hyperpigmentierte Haut.

Dieses Vitamin stimuliert die Produktion von Lipiden (Ceramide, Cholesterine und Fettsäuren), verdichtet so die Kompaktheit des Mörtels und stärkt die Barrierefunktion. Darüber hinaus wirkt es zellerneuernd, antientzündlich und antioxidativ.

 

(Dex-)Panthenol ist ein weiterer Cosmeceutical-Wirkstoff, der trockene Haut beruhigt, ist – die Vorstufe des aktiven Vitamin B5. Mit seinen wasserliebenden Eigenschaften wirkt es als starkes Feuchthaltemittel, reduziert den Wasserverlust und lässt die Haut prall erscheinen. Das Provitamin stimuliert die Vermehrung und Ausbildung neuer Epidermiszellen, was die Regeneration der Hornzellen für eine kompakte Barriere fördert.

 

In unser Feuchtigkeitsserum Vivid H2O haben wir genau die oben aufgelisteten Nährstoffe gepackt. Und als Serum formuliert, damit alle Inhaltsstoffe in extra hoher Konzentration reingepackt werden können. So bekommt Deine Haut einen ordentlichen Frischekick und Vitalisierungsschub. Um die Kraft der Hyaluronsäure zu verstärken, enthält das Feuchtigkeitsserum zusätzlich beträchtliche Mengen an pflanzlichen Polysacchariden aus Aloe Vera und Feige. Diese Extrakte optimieren nicht nur den Feuchtigkeitsgehalt, sondern füllen Deine Haut auf mit Vitaminen, freien Aminosäuren und essentiellen Mineralien. Ein echter Superfood-Cocktail für gestresste und trockene Haut!

 

 

Referenzen:

  1. Barrier Function of the Skin: “La Raison d’Être” of the Epidermis; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12880413
  2. Stratum Corneum Moisturization at the Molecular Level: An Update in Relation to the Dry Skin Cycle; https://www.jidonline.org/article/S0022-202X(15)32301-0/fulltext
  3. Effects of Natural Moisturizing Factor and Lactic Acid Isomers on Skin Function; https://www.taylorfrancis.com/books/e/9780429123085/chapters/10.1201/b14251-22
  4. Cosmetic formulation of skin care products (2006); herausgegeben von Zoe Diana Draelos, Lauren A. Thaman.
  5. Epidermal damage induced by irritants in man: a light and electron microscopic study.; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2794551
  6. Differential cytokine expression in skin after single and repeated irritation by sodium lauryl sulphate.; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18031463

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